#LitWi Corona - ein kulturelles Experiment

Studentischen Autor:innen

Allgemein

Fake News im Vergleich – Der Postillon und Anonymous News

Verschwörungstheorien und Fake-News haben in Zeiten von Corona einen Aufschwung erlebt. Aber was genau steckt hinter reißerischen Titeln und Pseudo-Wahrheiten der teilweise höchst unseriösen Nachrichten-Anbieter? Torben Bohm stellt anhand mehrerer Beispiele vor, wie die Rhetorik bekannter (teils satirischer, teils ernst gemeinter) Fake-News-Homepages in Anbetracht der Pandemie-Thematik einzuschätzen ist und welche Funktionen und Wirkungsabsichten sich hinter den aufmerksamkeitsheischenden Titeln verbergen.

CoronaBühnen

Kinder- und Jugendtheater in Zeiten von Corona

Dass die Corona-Pandemie die gesamte Theaterproduktion und -rezeption stark eingeschränkt hat, das wurde spätestens beim Blick auf die Spielpläne des Frühlings und Herbstes 2020/21 klar. Doch nicht nur die „erwachsene“ Theaterlandschaft musste Einschränkungen hinnehmen und mit Hilfe digitaler Aufführungen improvisieren. Louisa Frölich stellt in diesem Beitrag daher Corona-Projekte des Kinder- und Jugentheaters Thalia jung & mehr vor. Zwischen Online-Unterricht und Social Distancing kristallisiert sich mit dieser Perspektive auch ein ganz neuer Fokus auf Theaterpädagogik, Nähe und Distanz, sowie die Wünsche und Probleme der jüngere Theaterinteressierten heraus.

CoronaBühnen

„Dass viele Menschen miteinander singen war nie ’ne Selbstverständlichkeit und auf der Menschenuhr schlägt eine neue Zeit: Zwölf“

Musik in Zeiten von Corona – das geht einher mit dem Verzicht auf Live-Musik und Konzerte, mit dem Antrag auf Hilfsgelder von ertraglosen Künstler:innen und mit dem isolierten statt gemeinschaftlichen Hören eines neuen Albums. Ein regelrechtes ‚Pandemie-Album‘ stellt AnnenMayKantereits „12“ dar. Pia Gornas Beitrag setzt sich mit Besonderheiten der Aufnahmesituation sowie sprachlichen Auffälligkeiten dieses Corona-Phänomens auseinander, das – irgendwo zwischen Hilflosigkeit und Tatendrang – ein kreatives Statement in Pandemiezeiten setzt.

CoronaGedanken

shrink*ing solidarity?

Der belgische Künstler Lawrence Malstaff kreierte 1995 mit seiner Installation ’shrink‘ etwas Außergewöhnliches: Menschen, eingehüllt und vakuumiert in großen, transparenten Plastikhüllen. Für alle sichtbar und eingeschlossen in dieser unveränderlichen Position, regt die Installation zum Nachdenken über die Position des Ichs in der Gesellschaft an. Mit Bezug auf die Rolle von Corona, Weiblichkeit und Subjektwerdung stellt die Autorin ihre ganz persönlich assoziierten Thesen zu diesem Kunstwerk dar.

CoronaKonsum

„Wenn wir einmal von dem Kaufteufel angepackt werden, dann treiben wir es gewiß recht plump und ungeschickt und verfallen auf das Entfernteste und Heilloseste…“

Der Schaufensterbummel macht einen wichtigen Teil des innerstädtischen Freizeitvergnügens aus. Doch sorgte die Corona-Pandemie ab dem Frühjahr 2020 im Rahmen mehrmaliger Lockdowns für Schließungen von Geschäften und einer damit einhergehenden Verlagerung auf den Online-Handel. Selina Folgmann stellt in diesem Beitrag aktuelle Konsum-Entwicklungen Adalbert Stifters Aufsatz „Warenauslagen und Ankündigungen“ von 1841 gegenüber, da der Drang zu konsumieren, die Lust zu kaufen auch in turbulenten Zeiten (und fast 200 Jahre später) kaum an Relevanz hat.

CoronaBühnen

Eiskalte Händchen: Horror und Corona

Horror und Corona – laut den 52,5 Mio. Suchergebnissen bei Google keine unbeachtet gebliebene Kombination von Schlagwörtern im Jahr 2020. So bieten gruselige Assoziationen wie Quarantäne- oder Virus-Horror Anlass zum bewussteren Nachdenken über die gezielte filmische Verarbeitung bestimmter Horror-Motive in Bezug auf die Pandemiesituation. Janine Ledendecker widmet sich dem Symbol der „abgetrennten Hand“ im Horror-Kurzfilm und zeigt auf, inwiefern das Spiel mit der Angst in Zeiten der Pandemie für aktuelle Diskurse fruchtbar gemacht werden kann.